Verunsicherte, verzweifelte und hilflose Eltern suchen zunehmend Unterstützung von (sozial)-pädagogischen und therapeutischen Fachkräften. Diese professionellen Helfer kommen mit ihren bewährten Methoden an Grenzen, wenn sie Eltern bei extremen Herausforderungen ihres erzieherischen Alltags wirksam unterstützen wollen.
Inspiriert durch die Arbeit Haim Omers nach seinem Konzept der „Elterlichen Präsenz“ in den 90er Jahren in Israel, wurde in Europa in der Systemischen Therapie ein fachlicher Diskurs angeregt, aus dem heraus sich das Systemische Elterncoaching als eine neue Methode der Elternberatung entwickelte. Die langjährige konkrete Theorie- und Praxisanbindung unseres Instituts zu den Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe - seit sechs Jahren bieten wir erfolgreich Fortbildungen zu „Systemischer Elternarbeit“ an - schuf besondere Voraussetzungen, „unser“ Systemisches Elterncoaching zu entwickeln und in der Praxis zu erproben.
Diese Seminare wenden sich an Fachleute, die mit Eltern daran arbeiten, ihren „Job“ als Eltern (wieder) gut zu machen. Systemisches Elterncoaching wird von uns als eine inhaltlich und zeitlich eingegrenzte, partnerschaftliche und am Anliegen der Eltern orientierte Beratung und Unterstützung verstanden und vermittelt. Ziel des Elterncoachings ist es, mit den Eltern Wege aus der parentalen Hilflosigkeit zu erproben, die auf der Grundlage gegenseitiger Beachtung von Bedürfnissen aller Familienmitglieder solche Verhaltensweisen fördern, die der Liebe in den Eltern-Kind- Beziehungen (wieder) Raum geben.
Inhalte und Methoden der beiden Grundlagenseminare sind u. a.: Elternskript und Lebenstrance; Neuentscheidung im Umgang mit „geeichter“ Wahrnehmung, Kommunikation und Verhalten; Krisenmanagement bei Selbst- und Fremdgefährdung, Eskalationsstufen und deeskalierende Interventionen; Strategien für gewaltfreie Eltern-Kind-Beziehungen, Empowerment; Beziehungsgesten und Rituale in der Erziehung.
Download: AUFBAUPROGRAMM ELTERNCOACHING